22.03.2010: Ausstellung „RechtsRock“ in Rahden


Ausstellung „RechtsRock“ in Rahden

In der Aula des Gymnasiums Rahden findet noch bis morgen eine ganz besondere Ausstellung gegen Rassismus statt. Die Ausstellung „RechtsRock – Hass und Rassismus aufs Ohr“ ist eine Wanderausstellung des Bielefelder Vereins für Demokratisches Handeln. Im Mittelpunkt stehen die vielseitigen Facetten und Erscheinungsformen der heutigen rechten Szene, speziell der RechtsRock. „Die Musik dient der nationalsozialistischen Szene dazu, die Aufmerksamkeit der Jugendlichen zu gewinnen“, betonte Holger Wiewel vom Verein für Demokratisches Handeln bei der Eröffnung der Ausstellung.

Darüber hinaus sind auch Themen wie Kodierung, Codes und Outfits, Lifestyle und Rechtsextremismus im Internet Teil der Ausstellung. „Es ist schon lange nicht mehr einfach, Neonazis zu erkennen. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass die Ausstellung immer wieder auf den neuesten Stand gebracht wird. Die vor acht Jahren erarbeitete Austellung wurde mittlerweile deutschlandweit gezeigt“, führte Holger Wiewel bei der Ausstellungseröffnung aus.

Auch Landrat Dr. Ralf Niermann sieht ein Problem darin, „dass die neuen Rechten immer schwerer zu erkennen sind. Die Schüler müssen ein Gefühl dafür entwickeln, wo die Gefahren sind.“ Heutzutage sei es für die Anhänger der rechten Szene sehr leicht, ihre Parolen zu verbreiten, ohne dass es auffalle.

Michael Streich, Lehrer des Gymnasiums Rahden erklärte, warum es so wichtig sei, die Schüler aufzuklären: „Die einfachen, radikalen Antworten auf ein immer schwierigeres Leben werden immer verführerisch sein und bleiben. Standhalten ist das Wichtigste, und hierzu braucht es Aufklärung auf sachlicher Grundlage.“

Interessierte Schüler des Gymnasiums und der Realschule haben sich im Vorfeld der Ausstellung sehr intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt. Sie haben an einer zweieinhalbtägigen Schulung teilgenommen, um als „Schülerguides“ durch die Ausstellung führen zu können. Hierfür bekamen sie bei der Eröffnung der Ausstellung ein besonderes Lob von Landrat Dr. Ralf Niermann: Es sei besser und spannender, wenn die Schüler die Ausstellung von anderen Schülern erklärt bekämen, als von Erwachsenen.

Der Dank aller Initiatoren galt der „Stiftung „Standort: hier“ der Stadtsparkasse Rahden“. Ohne ihre finanzielle Unterstützung wäre es nicht möglich gewesen, die Ausstellung in Rahden präsentieren zu können.

Ebenfalls beteiligt an der Organisation waren der Kreisjugendring und der Mühlenkreis im Rahmen des Projekts „Lebendige Demokratie“.



Bildunterschrift: Zu sehen sind die Organisatoren und Unterstützer der Ausstellung (v.l.): Kreisdirektorin Cornelia Schöder, Dorothea Wöhrmann (Kreis), Holger Wiewel, Landrat Dr. Ralf Niermann, die Leiterin des Gymnasiums Ingrid von Mitzlaff, Michael Streich (Lehrer des Gymnasiums), Bürgermeister Bernd Hachmann und der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Rahden Hartmut Jork

22.03.2010
vorherige News nächste News